Käufer und Investor
Peter Seitz und sein Konzept für Immenstadt
Nein, den Titel „Schlossherr“
will er nicht hören.
Peter Seitz ist Geschäftsmann – und als solcher hat der Oberallgäuer Privatinvestor dieser Tage auch das Immenstädter Stadtschloss gekauft.
Peter Seitz ist Geschäftsmann – und als solcher hat der Oberallgäuer Privatinvestor dieser Tage auch das Immenstädter Stadtschloss gekauft.
In diesem
jahrhundertealten Gebäude am Marienplatz decken sich die Bedürfnisse der Stadt exakt mit seinen
Ideen: Ziel von SEITZ INVESTMENTS und
der neu gegründeten Tochtergesellschaft „ Stadtschloss Immenstadt GmbH &
Co.KG“ ist es, das Stadtschloss in
seiner historischen Bausubstanz zu sichern, in seiner kulturellen,
touristischen und wirtschaftlichen Bedeutung zu erhalten und in seinen
vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für Bürger und Besucher zu öffnen.
“Mehr Leben, mehr Erleben“, so beschreibt der gebürtige Immenstädter Seitz sein ganzheitliches Konzept fürs Stadtschloss und die Stadt.
“Mehr Leben, mehr Erleben“, so beschreibt der gebürtige Immenstädter Seitz sein ganzheitliches Konzept fürs Stadtschloss und die Stadt.
Im Jahr 2005 hatte
die Stadt Immenstadt das Stadtschloss vom Freistaat Bayern erworben. Aufgrund
der seit Jahren stark strapazierten Haushaltslage aber konnten in dieser Zeit
nur die allernotwendigsten Maßnahmen zum Erhalt des Gebäudes unternommen
werden. Entsprechend der heutige Zustand des Gebäudes: Stockende
Sanierungsarbeiten, bald auslaufende Mietverträge mit den derzeitigen Nutzern
des Hauses, nicht erfüllte brandschutztechnische Voraussetzungen und damit nur
eingeschränkte Nutzung der Versammlungs- und Veranstaltungsräume. Zur
Mitte des nächsten Jahres drohte dem Stadtschloss mit einem möglichen Auszug
des Vermessungsamtes der nahezu vollständige Leer- und damit Stillstand auf
2600 Quadratmetern Nutzfläche.
In dieser Phase
erscheint im Sommer 2009 SEITZ INVESTMENTS und bringt wieder Bewegung in die
Angelegenheit. „Ich sehe in dem Gebäude unglaubliche Möglichkeiten und
Chancen“, erklärt Geschäftsführer Peter Seitz sein persönliches Interesse am
Stadtschloss. Ihn fasziniert der Charme der historischen Räume, das Flair der
jahrhundertealten Geschichte, die einmalige Lage im Herzen der Stadt. Er hat
Ideen – und er hat die Möglichkeiten, sie zu verwirklichen. Mehrere Millionen
Euro wird die „Stadtschloss Immenstadt GmbH & Co.KG“ in den ersten Schritten
in die grundlegende Sanierung und Sicherung des Stadtschlosses investieren. Engagement,
das sich lohnt, ist Seitz überzeugt.
Denn die „moderne, marktgerechte, langfristig solide Nutzung eines
historisch reichen und kulturell bedeutsamen Ambientes – das führt einfach zum
Erfolg und rechtfertigt meinen Einsatz!“
Voraussetzung
freilich: Zustimmung und Vertrauen der Stadtverantwortlichen. „Und beides wurde
uns in vorbildlicher Weise gewährt“, so spricht Peter Seitz von einer
„großartigen Zusammenarbeit mit Bürgermeister Armin Schaupp, Stadtrat und Stadtverwaltung.“
In vielen, langen und sehr kooperativen Gesprächen entstand seit August dieses
Jahres ein umfangreiches Sanierungs- und Nutzungskonzept, mit dem kommunale
Bedürfnisse, städtebauliche Ansprüche und wirtschaftliche Interessen
gleichermaßen gedeckt werden. Eine klassische „win-win-Position“, wie
Geschäftsmann Seitz es formuliert: Der Stadt ist eine millionenschwere Last von
den Schultern genommen – dem Investor ist Raum und Möglichkeit zur Verwirklichung
eines Konzepts gegeben. Und für Bürger und Gäste der Stadt steht ein umfassend
saniertes Stadtschloss zur vielfältigen Nutzung zur Verfügung, was wiederum die
Attraktivität der Stadt als Lebensraum und Urlaubsort erhöht.
Denn das ist für
den Investor klare Sache: „Das Stadtschloss muss in weiten Teilen öffentlicher
Raum bleiben!“ Mehr noch! Das Stadtschloss soll in Zukunft noch viel intensiver
von Bürgern und Besuchern genutzt werden. So soll der stuckverzierte Rittersaal
im zweiten Stock nach entsprechenden Feuerschutz-Maßnahmen endlich wieder als
Veranstaltungsfläche zur Verfügung stehen. Dabei ist auch an den Einbau eines
behindertengerechten Aufzugs im Hauptflügel gedacht. Das Gästeamt im
Erdgeschoss wird durch eine umfassende Sanierung und Einbindung des
Eingangsbereichs deutlich aufgewertet und modernisiert.
Besonderes
Augenmerk wird der Investor auf den Seitentrakt entlang der Alleestraße
richten. Hier wird der Mitte der 70er Jahre errichtete Arkadengang verschwinden und der Ostflügel an die übrige
Fassadengestaltung angepasst. Dabei hofft Seitz darauf, dass sein Engagement an
dieser Stelle gewissermaßen ansteckenden Charakter entwickelt. Gerade in diesem
Teilstück der Alleestraße nämlich, in dieser für die Stadt so wichtigen
Verbindungsstraße zwischen Marienplatz und Bahnhofstraße, könnte und müsste
viel getan werden. „Vielleicht finden sich ja noch mehr Privatleute die sich
dafür einsetzen, die Nutzungs- und Aufenthaltsqualität einzelner Häuser zu
erhöhen“, erklärt Seitz, der dafür jetzt den Anfang machen will.
„Wir werden das Stadtschloss wieder beleben
und damit dem Herzen der Stadt neuen Schwung geben“, kündigt der Investor an. Er
denkt an eine ganz authentische und bürgernahe Nutzung. Konzerte, Ausstellungen,
Vortragsreihen, Seminare, Kurse, Bauern-, Floh- und Antiquitätenmärkte – das
Stadtschloss bietet künftig (wieder) Raum für vielerlei und jedermann. Mehr
Raum sogar, als im Moment vorhanden, deutet Seitz seine Idee an, auch den
Innenhof in die Gesamtnutzung mit einzubeziehen. Für diese Maßnahme aber müssen
erst noch einige Weichen gestellt werden.
Solange gilt: „Wir
werden das Gebäude möglichst von allen Seiten öffnen und für alle Seiten
zugänglich machen“, denkt Seitz an die Zusammenarbeit mit Schulen, örtlichen
Jugend-, Freizeit- und Gesundheitseinrichtungen, Allgäuer Bergbahnen,
heimischen Geschäftsleuten, Künstlern und Veranstaltern. Schlussendlich soll
das Stadtschloss im Laufe der Zeit seine Sogwirkung auf die ganze Stadt
ausdehnen und soll vitalisierend auf Wirtschaft, Kultur und Soziales
Miteinander einwirken.
Einzig der erste
Stock und Teile des zweiten Geschosses bleiben geschlossener Raum für den
Hauptmieter des Hauses. „Das Vermessungsamt bleibt nämlich im Stadtschloss“,
berichtet Peter Seitz vom jüngst unterschriebenen langjährigen Mietvertrag, mit
dem übrigens erst die Basis für alle Investitionsmaßnahmen gebildet wurde. „Ohne
diese verbindliche Zusage und Unterstützung hätten wir uns nämlich nicht an dieses
Projekt gewagt“, dankt der Investor an dieser Stelle dem verantwortlichen
Behördenleiter und seinem Team für Mitarbeit und Flexibilität.
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